Es ist das
Gewissen, dass man ist gebaut hat. Dass man eine Person, die einem wichtig ist,
verletzt hat. Das Wissen, dass man es nicht wollte. Ein Schmerz, anders als
körperlicher. Tiefer, unangenehmer. Schmerzhafter.
Und die
Frage, wie man das wieder gut machen soll. Warum man so dumm war und es gesagt
hat. Warum man wieder einmal nicht vorher nachgedacht hat.
Warum müssen
wir immer die Menschen so sehr verletzen, die uns die Wichtigsten sind?
Schicksal? Schwarzer Humor? Zufall?
Verzweiflung
führt zu Verzweiflungstaten. Und diese bereut man nur noch mehr. Sie machen die
Situation noch schlimmer. Und obwohl es mich in den Fingern juckt unter mein
Kopfkissen zu greifen, lasse ich es. Es macht es nicht besser. Es wird dadurch
nur sichtbar.
Nicht die
körperlichen Verletzungen und Narben sind die schlimmsten. Gefährlicher sind
die im Inneren. Sie heilen nie ganz ab, können immer wieder aufgehen. Und man
bemerkt sie erst, wenn sie wieder bluten. Heimtückisch. Mörderisch.
Sie liegen
auf allen Dingen schwerer. Können mehr zerstören. Und es gibt keine sichere
Methode sie zu flicken.
Schade
eigentlich. Was passiert wohl, wenn das ganze Herz vernarbt ist? Wenn die ganze
Seele blutet? Ich hoffe, ich muss nie herausfinden, was das für mich bedeutet.
Vielleicht
gibt es irgendwo doch den Chirurgen, der auch mich heilen kann. Mich, mein
Herz, meine Seele.
Irgendwo.
Irgendwann.
Wenn du das
auch möchtest.
In stummen
Gedanken und Tränen,
Lea
''Wir alle sind Kunst, gezeichnet vom Leben.'' Und du bist ein besonders wertvolles Stück. So, ja... Hände weg von dem, was unter'm Kissen ist.
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