Montag, 12. März 2012

Strahlende Kälte und warmes Lachen


"Ich wünschte, ich hätte die Chance gehabt, dir zu sagen was wirklich zählte: Dir zu sagen wie sehr ich dich geliebt habe, wie dankbar ich für jeden Moment mit dir war. Aber als ich wusste, wie ich sagen konnte, was ich wollte, war es zu spät."

"Nur der menschliche Verstand kann so etwas sinnloses wie die Liebe erfinden."

Zwei Zitate - ein Film. Matrix. Dritter Teil..
Ein wundervoller Film. Und es bringt mich zu meinem heutigen Thema: Liebe. Über Kurz oder Lang scheine ich doch immer wieder dazu zurück zu kommen. Vielleicht auch einfach, weil es das ist, worüber man am meisten reden kann und mich ein guter Freund darauf aufmerksam macht, dass er gerade eine Sucht entwickelt bezüglich meiner Text. Also bester Freund, der ist nur deinetwegen geschrieben.
Ich bin inzwischen zu der Ansicht gekommen, dass das zweite Zitat das Bessere der beiden ist. Geäußert von einem Programm. Keinem Lebewesen. Ein Programm, dass nur dazu da ist, seinen Zweck zu erfüllen. Sind wir dazu da zu lieben? Ist es unsere Aufgabe, diese Welt mit Liebe zu füllen? Wenn dem so ist, machen wir das nicht wirklich gut. Es gibt genug Krieg, Leid und Verzweiflung auf der Welt. Wir tragen alle genug eigene Lasten und legen uns dann auch noch eine Liebe auf.
Liebe kann Flügel verleihen, aber ebenso eine Bürde sein. Ein Moment zum ausruhen und ein weiterer Kampf, den man nebenher noch führt. Man muss selbst für sich wissen, ob es das wert ist.
Ich habe langsam die Erfahrung gemacht, dass Liebe den Schmerz selten wert ist. Am Ende gibt es keinen Weg um das Leiden und die Trauer herum. Gibt es nicht? Doch, man kann seine Gefühle nehmen und in ein großes Eisfach legen, in der Hoffnung, irgendwann nichts mehr zu spüren. Doch mein Gewissen auf zwei Beinen hat mal wieder seine Meinung eingeworfen. Seine Sorge, dass ich irgendwann einfach nichts mehr in mir haben würde außer Leere.
Wo ist der goldene Mittelweg zwischen Liebe und Schmerz? Eine Möglichkeit Liebe zu halten, wo sie doch so schnell entrinnen kann? Wann muss man fürchten, seine Gefühle für immer unterkühlt zu haben? Und vor allem: Kann man alles in sich unterkühlen?
Ich persönlich sitze auf meiner Gefriertruhe sehr gut und bin fröhlich. Bald sehe ich meine Mutter wieder und Max. Ich bin frei zu tun, was ich will. Und ich habe es langsam auch mal wieder verdient, ehrlich zu lachen.
Umso wichtiger jetzt nach vorn zu gucken und wieder ehrlich zu strahlen. Ohne daran denken zu müssen, dass man sich letzte Nacht wieder in den Schlaf geweint hat.
Mit einem Lachen,
Lea

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