Langsam
werden die Tage an einer Hand abzählbar. Um die Uhrzeit werde ich in 4 Tagen an
einem Ort seien, den ich getrost als "zu Hause" bezeichnen kann. Ich
wohne da nicht, aber zu Hause ist mehr als nur ein Wohnort.
Ich weiß
schon nicht mehr, wie oft ich diese Frage mit meiner Mutter durchgesprochen
habe, mehr als man es braucht, vermutlich. Es ist auch nicht so, dass wir jedes
Mal eine neue Erkenntnis hätten, die das Thema großartig bereichert. Aber jedes
Mal merke ich doch, wo ich zu Hause bin.
Für mich ist
dieses rätselhafte "zu Hause" nicht zwangsläufig die Wohnung, in der
sich mein Zimmer befindet. Es ist vielmehr ein Ort, an dem man willkommen
geheißen wird. Ein Ort, wo man seien kann, wer man wirklich ist. Wo man
verstanden wird. Wo Geheimnisse ausgesprochen werden können und alle wissen,
dass es niemand anderen etwas angeht. Ein Ort einfach, wo man sich sicher und
geborgen fühlt.
Wenn man
dort nicht wohnt, ist das schwierig. Ich weiß unter anderem von einem Freund,
dass er lange Zeit in seinem Elternhaus nicht wirklich zu Hause war und ich
konnte ihn damals nicht verstehen. Heute ist das anders. Ein Zimmer muss nicht
unbedingt perfekt eingerichtet seien mit Dekoration, farblicher Anpassung und
den modernsten Gegenständen. Penible Ordnung und Sauberkeit lässt Zimmer
schnell kalt und unbewohnt wirken. Als wäre der Raum nur eine Maske, die nach
außen etwas darstellt. Komplettes Chaos ist aber deswegen nicht notwendig. Ich
mag es, wenn auf einem Sessel ein Buch liegt und auf dem Tisch noch eine Tasse
mit dem Kaffee vom Vormittag steht. Wenn die Decke in einem unordentlichen Ball
auf dem Boden neben dem Sofa liegt. Es zeugt von Persönlichkeit. Und
Sauberkeit? Sollte grundsätzlich vorhanden seien, aber es muss nicht glitzern
und glänzen. Das scheint sowieso eine unmögliche Aufgaben zu sein, wenn man
einen Hund in der Wohnung hat.
Es sind die
Räume, die die Persönlichkeit ihrer Bewohner auffangen. Und natürlich die
Menschen selbst. Ein freundliches Lachen. Eine kleine Person, die wie ein
Flummi auf und ab springen kann. Und das kann sie wirklich und ist dabei
absolut liebenswert. Eine Schulter zum anlehnen und weinen. Ein Ohr zum
zuhören.
Und die
Klingel, die verkündet, dass auch jemand für Sticheleien und lange, nicht immer
interessante Diskussionen und Vorträge erscheint. Der trotzdem eine Herzlichkeit
ausstrahlt, dass man sich geliebt und wichtig fühlt.
Das alles
verbinde ich mit den Worten "zu Hause". Was ich mich eigentlich
beschwere? Ich bin zu selten da. Nur in den Ferien. Ich bin froh, dass ich sie
fast wieder erreicht habe.
Voller
Vorfreude,
Lea
Wenn's nach dem Willkommen sein geht hast du auch noch eins in Hannover mein Schatz :*
AntwortenLöschenich freu mich mit dir,
Nora