Dienstag, 27. März 2012

Bedeutungsschwere Worte


Langsam werden die Tage an einer Hand abzählbar. Um die Uhrzeit werde ich in 4 Tagen an einem Ort seien, den ich getrost als "zu Hause" bezeichnen kann. Ich wohne da nicht, aber zu Hause ist mehr als nur ein Wohnort.
Ich weiß schon nicht mehr, wie oft ich diese Frage mit meiner Mutter durchgesprochen habe, mehr als man es braucht, vermutlich. Es ist auch nicht so, dass wir jedes Mal eine neue Erkenntnis hätten, die das Thema großartig bereichert. Aber jedes Mal merke ich doch, wo ich zu Hause bin.
Für mich ist dieses rätselhafte "zu Hause" nicht zwangsläufig die Wohnung, in der sich mein Zimmer befindet. Es ist vielmehr ein Ort, an dem man willkommen geheißen wird. Ein Ort, wo man seien kann, wer man wirklich ist. Wo man verstanden wird. Wo Geheimnisse ausgesprochen werden können und alle wissen, dass es niemand anderen etwas angeht. Ein Ort einfach, wo man sich sicher und geborgen fühlt.
Wenn man dort nicht wohnt, ist das schwierig. Ich weiß unter anderem von einem Freund, dass er lange Zeit in seinem Elternhaus nicht wirklich zu Hause war und ich konnte ihn damals nicht verstehen. Heute ist das anders. Ein Zimmer muss nicht unbedingt perfekt eingerichtet seien mit Dekoration, farblicher Anpassung und den modernsten Gegenständen. Penible Ordnung und Sauberkeit lässt Zimmer schnell kalt und unbewohnt wirken. Als wäre der Raum nur eine Maske, die nach außen etwas darstellt. Komplettes Chaos ist aber deswegen nicht notwendig. Ich mag es, wenn auf einem Sessel ein Buch liegt und auf dem Tisch noch eine Tasse mit dem Kaffee vom Vormittag steht. Wenn die Decke in einem unordentlichen Ball auf dem Boden neben dem Sofa liegt. Es zeugt von Persönlichkeit. Und Sauberkeit? Sollte grundsätzlich vorhanden seien, aber es muss nicht glitzern und glänzen. Das scheint sowieso eine unmögliche Aufgaben zu sein, wenn man einen Hund in der Wohnung hat.
Es sind die Räume, die die Persönlichkeit ihrer Bewohner auffangen. Und natürlich die Menschen selbst. Ein freundliches Lachen. Eine kleine Person, die wie ein Flummi auf und ab springen kann. Und das kann sie wirklich und ist dabei absolut liebenswert. Eine Schulter zum anlehnen und weinen. Ein Ohr zum zuhören.
Und die Klingel, die verkündet, dass auch jemand für Sticheleien und lange, nicht immer interessante Diskussionen und Vorträge erscheint. Der trotzdem eine Herzlichkeit ausstrahlt, dass man sich geliebt und wichtig fühlt.
Das alles verbinde ich mit den Worten "zu Hause". Was ich mich eigentlich beschwere? Ich bin zu selten da. Nur in den Ferien. Ich bin froh, dass ich sie fast wieder erreicht habe.
Voller Vorfreude,
Lea

1 Kommentar:

  1. Wenn's nach dem Willkommen sein geht hast du auch noch eins in Hannover mein Schatz :*
    ich freu mich mit dir,
    Nora

    AntwortenLöschen