Mal etwas Neues. Meine Gedanken von gestern Nacht. Aufgeschrieben irgendwann gegen zwei Uhr morgens.
Ich hab ganz
vergessen wie angenehm es ist nur ein einem längeren Shirt, halbherzig von
einem dünnen Lacken bedeckt, bei offenem Fenster auf dem Bett zu liegen. Es ist
diese angenehme Kälte, die sich durch den Körper frisst, sobald man aufhört mit
dem Zittern. Langsam fängt die Haut an abzukühlen und irgendwann ist das
Zittern vorbei. Und dann hat man die gnädige Kälte, die einem in den Gliedern
steckt und langsam bis in den Kopf vordringt. Laute Musik und diese Kälte - es
gibt kein besseres Mittel nicht zu denken. Es ist zwar nicht das Vernünftigste,
aber das ist mir egal. Man kann sich auch betrinken oder ritzen - jeder wie er
es will, gerne auch alles drei zusammen.
Einen
kleinen, kostbaren Moment keine Gedanken, Theorien, Wünsche, Zukunftsprognosen.
Eine kleine Erinnerung vielleicht an wenige Stunden zuvor. Und die Frage, wie
die Welt es immer wieder schafft, so dermaßen in sich zusammen zu krachen. Aber
auch das schiebe ich von mir. Zurück bleibt nur der halbbetäubte Schmerz in
meinem kompletten Körper. Und meiner Seele. Was soll man schon machen? Lieber
wachen und nicht denken als schlafen und träumen. Denn Träume bringen immer
auch Fragen mit sich. Und von denen habe ich mehr als genug. Sozusagen einen
Überfluss. Was fehlt sind die Lösungen.
Leise meldet
sich mein Magen wieder mit dieser Übelkeit, die schlimmer wird, egal ob ich
esse oder nicht. Ich habe ich schließlich gegen das Essen entschieden.
Und irgendwie
fühle ich mich zwar angenehm kalt und starr - ruhig - aber auch rastlos. Hin
und her gerissen zwischen weinen und dem Drang nach einer Schlägerei. Unfähig,
irgendetwas in mir zu sortieren oder zu verstehen.
Ich weiß
nur, dass diese völlig verwirrende und verzwickte Situation wieder Lichtblicke
im Leben aufzeigt. Und über kurz oder lang auch die wichtigen Begleiter
offenbart. Einen habe ich, drei scheinen sich nicht zu positionieren und einen
habe ich wohl verloren. Oder muss ich aus dem einem der "einen"
"zwei" machen?
Bilder wie
ein Stummfilm, chronologisch nicht geordnet laufen vor meinem geistigen Auge
ab. Blicke, die ich auf dich geworfen habe. Ein ganzes Wochenende, dass noch
einmal abläuft. Meine schönsten "Schnappschüsse" von dir. Deine
Stimme kämpft gegen die Musik, dringt wie durch einen Sumpf aus Tönen zu mir
vor. Typische Sätze von dir. Mit und ohne passendem Bild.
Die Kälte
und Musik haben etwas einschläferndes. Vielleicht komme ich doch noch zu zwei
oder drei Stunden Schlaf.
Mein Kopf
wird kalt. Endlich Frieden. Paradox. Meine Hände sind warm...
Lea
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen