Ich hatte
euch noch ein Bild von dem Kunstwerk versprochen, was auf Grund meines alten
Blogs entstanden ist. Hier ist es also endlich. Aufgabe war damals gewesen
einen Schuh künstlerisch zu gestalten...
Zum einen
bin ich entsetzt, dass meine Arbeiten tatsächlich so düster sind, dass sie den
Eindruck eines toten Mädchens heraufbeschwören. Zum anderen bin ich natürlich
wahnsinnig geschmeichelt, denn durch Kunst Kunst zu inspirieren, ist ein tolles
Gefühl.
Aber während
ich diesen Schuh in den Händen drehe, beschleicht mich ein unangenehmes Gefühl,
eine Ahnung. Mein Blog ist immer noch so, sehe ich das richtig? Ich werde ihr
langsam wieder ähnlicher - dem Mädchen im Sarg. Sie, die mich symbolisiert,
zieht mich wieder an ihren Platz. Ich mache mir Sorgen, weniger um mich selbst
- ich spüre die Einsamkeit grade wieder deutlich in mir und ich bin sie und die
Trostlosigkeit gewohnt - sondern viel mehr um die Menschen in meine Umgebung.
Ich weiß, dass ich ihnen wieder Kummer und Sorgen bereite. Zu viele Sorgen.
Sorgen, die sie nicht haben müssten. Ich wünschte, ich müsste es nicht tun.
Wahrscheinlich
wäre es das schlauste, wenn ich das alles nicht hier schreiben würde - ein Teil
der Menschen würde es dann vielleicht nicht so extrem bemerken. Aber das
Schreiben ist zur Zeit alles, was mir Freude bereitet und mir Erleichterung
verschafft. Es ist als wäre jedes Wort ein Stein, den ich ablege. Nachher
kommen sie zwar wieder, aber in diesem Augenblick sind sie alle weg. Gebannt
auf Papier. Deshalb erscheint heute noch dieser zweite Post - gewöhnt euch
nicht dran.
Fast so
befreiend wie das Schreiben ist das Laufen. Symbolisch renne ich vor meinen
Problemen weg, obwohl ich in Wirklichkeit natürlich einen weiten Kreis schlage um
wieder am Anfang anzukommen, aber ich lasse den Wind meine Sorgen in dieser
Zeit aus meinem Kopf nehmen. Ein Moment Gedankenlosigkeit.
"Und ich laufe und bin frei!"
So sagt es
Schandmaul und es stimmt einfach. Ich brauche nicht zu sagen, was ich jetzt noch
machen werde...
Grüße,
Lea

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen