Subjektivität
ist etwas interessantes. Jeder sieht eine Situation anders. Manchmal erscheinen
einem Dinge im entsprechendem Moment viel schlimmer als sie wirklich sind. So
geht es mir grade. Wenn ich zurück blicke und an den Fall von gestern
Nachmittag denke, kam es mir vor wie ein endloser, schmerzhafter, tödlicher
Sturz. Aber mir ist eine Sache bewusst: Ich hab den Faden noch, er hält mich
noch fest. Es ist diese Erkenntnis, die mich dazu gebracht hat mich zu drehen und
auf beiden Füßen zu landen.
Ich kann
noch sehen, von wo ich gefallen bin - der Weg ist gar nicht so tief gewesen, er
kam mir nur so endlos lange vor. Und wenn ich mich umsehe - es hat sich nicht
viel geändert. Einen Moment lang war ich versucht einfach wieder
hinaufzuklettern. Aber ich hatte eine bessere Idee. Warum nicht einfach die
Kapuze aufsetzen und auf dieser Ebene weiterlaufen? Wieso nicht ebenso wie der
Göttervater Wotan aus "Siegfried" als unbekannter Wanderer durch die
Welt ziehen? Geschützt durch diese Anonymität.
Ich bin
neugierig, was ich hier finden werde. Neugierig wohin der Weg mich führt.
Neugierig wie lange ich bereit bin, ihm zu folgen.
Ich habe
doch alles, was ich brauche für den Weg. Jedes einzelne Werkzeug ist in mir. Es
wird Zeit sie zu nutzen zu lernen.
Ich halte
euch über meine Reise auf dem laufendem.
Lea
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen