Dienstag, 10. April 2012

Fall auf Fall


Ich hatte euch gestern gesagt, ich würde den Fall kennen. Hier die Erklärung dafür. Es ist schon knapp zwei Jahre alt. Aber im Prinzip verändert sich der Fall ja kaum. 



Zyklus: Zerbrochene Gefühle
Teil I: Im freien Fall

 Für einen Moment dem Himmel so nah und im Nächsten bist du im Regen und fällst und niemand hält dich. Und du kannst nicht um Hilfe rufen, du bist mit Stummheit geschlagen. Und während du fällst, verfluchst du deine Dummheit, deine Idiotie, du hast alles falsch gemacht was man falsch machen konnte und mit dieser Erkenntnis hörst du nicht auf zu fallen, du wirst noch schneller und dennoch erscheint kein Boden, keine Erlösung, nur das Ungewisse, die Angst vor dem Boden und du wünscht nur, dieser Schmerz möge enden. Die Fesseln, die dein Herz zerdrücken, mögen sich lösen. Und das leere Gefühl in deinem Bauch, in deinem Kopf, in deinem Herzen, in deinem Körper, es möge verschwinden und ihn wieder zu dir bringen. Und während die Tränen laufen und deinen Körper schütteln, und du gegen sie kämpfst, wird dir die Aussichtslosigkeit dessen nicht bewusst. Und solange du nicht weißt, was du willst, wie es weiter gehen soll, wirst du nicht aufhören zu fallen, wirst du keinen Boden sehen, du wirst nicht ankommen. Und wenn du dich nicht schnell genug rettest, wirst du nie aufhören zu stürzen.
 Ich vermisse dich, dein warmes Lächeln, deine tiefen Augen, deine starken Arme, deine Küsse, dein Wesen, einfach alles an dir und dennoch, das war es wirklich wert, der Schmerz, die Trauer im Gegenzug für einen kleinen Moment des Glücks, auch wenn ich wünschte, ich hätte mehr Zeit gehabt diesen Moment zu genießen, in deinem Arm zu ruhen, in deinen Küssen zu versinken, der wichtigste Teil deines Lebens zu sein, in deiner Nähe zu verweilen. Der Gedanke, dort hin nie wieder zu kommen, macht mich mehr als traurig, er bringt mich langsam und schmerzhaft um, Tränen sind kein Ausdruck dafür und auch Wut hilft nicht, ich kann nichts tun als abzuwarten in der Hoffnung, es möge vorbei gehen, ich möge auf einem Boden aufschlagen und sterben oder weich landen und gehen - um eine Erfahrung, ein Gefühl, eine Erkenntnis reicher. Und dennoch quält mich die Angst vor der Landung.
 Fallen oder Aufkommen?
 Was willst du lieber?


 Lea

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