Ein Freund hat mich daran erinnert, dass ich etwas vergessen
habe. Den Blog. Also habe ich nach alten Texten gesucht und auch einen
gefunden. Nur für euch jetzt.
Einige Erinnerungen sind machtvoller als Gedanken. Man denkt
zurück zu vergangenen Zeiten und spürt das Bauchkribbeln wieder. Man sieht
einige Bilder wieder vor sich, hört die Stimmen und Geräusche. Kann regelrecht
den Wind oder die Berührungen fühlen. Kann es wieder riechen oder schmecken.
Ich habe solche Erinnerungen. Gedanken und Vorstellungen kommen dagegen nicht
an. Im Gegenteil, sie wirken fad und
langweilig. Die Nichtexistenz zeigt dabei ihre Macht. Der Augenblick hat nicht
existiert. Es ist traurig, aber man muss sich solche Dinge manchmal wieder vor
Augen führen. Schöne Erinnerungen. Deren Macht und Intensität noch größer wird,
wenn sie plötzlich auftreten, unerwartet, nach langer Zeit. Wenn sie wieder aus
der Vergangenheit gekramt werden. Dann besitzen sie Kraft. Das Bauchkribbeln
ist heftiger und man ist noch einmal in der Szene.
Ein Gedanke kann Berge versetzen, kann Gesellschaften
umstürzen, kann Geschichte schreiben. Eine Erinnerung kann Gefühle wecken,
daran erinnern und Menschen prägen. Wir sind, was wir sind durch unsere
Vergangenheit. Und Erinnerungen gehören zu unserer Vergangenheit. "Alles was wir sind, ist das Resultat
davon, was wir gedacht haben." Mir ist egal, wer das einmal gesagt
hat, er hat damit recht und gut ist. Negative Gedanken können pessimistisch
machen. Schlechte Erinnerungen prägen einen Charakter. Und Erinnerungen können
uns Kraft, Mut und die Chance zu lieben geben. Denn Liebe erfordert Mut und
Kraft. Den Mut, einen Teil von sich mit einem anderen Menschen zu verschmelzen,
und die Kraft, eigenständig und mutig zu bleiben. Liebe kann ein Kampf und die
Erlösung seien. Je nachdem welche Erinnerungen man hat...
Ich hoffe, er sagt euch etwas zu.
Lea
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