Ich liebe
eine Illusion. Schwierige Situation. Aber Erkenntnis ist der erste Schritt zur
Weg der Besserung, auf dem Weg der Befreiung. Die Erkenntnis rollt wie eine
Münze durch meine Gedanken, kippt um. Auf dem Tisch liegt das Idealbild, was
ich habe. Diesen perfekten Menschen. Alle seine Fehler entschuldigt und
akzeptiert. Alle Makel als Farbtupfen in einem Bild voller leuchtender Farben.
Aber diese
Seite liegt auf der Tischplatte. Nach oben blickt die Wahrheit. Das eben nicht
jeder Fehler liebenswert und wundervoll ist, sondern dunkle Flecken in einem
grauen Bild. Dieser Mensch ist eben nicht perfekt, so wie ich es mir wünschen
würde. Und er ist nicht, was ich mir wünsche.
"Und auf einmal ist es leicht. Nur ein
Schritt, da ist die Tür.
So
viel Schmerz um diesen Mann und ich weiß nicht mehr wofür!
Aus
der Tür und aus der Stadt ohne aber, wenn und wie.
Und
erfahren, wo ich bin, wird er nie!"
So oder so
ähnlich. Eher ein wenig anders. Ich öffne die Tür meines Herzens, packe den
Kerl am Kragen und schmeiße ihn hochkant hinaus. Ende. Durch diese Tür kommst
du hier nie mehr hinein. Und auch nicht mehr durchs Fenster. Ich lerne aus
meinen Fehlern.
Draußen
regnet es. Aber ich sehe den Regen nicht negativ. Im Gegenteil, er hat etwas
reinigendes an sich. Er spült die Reste von ihm weg. Ich schlage die Kapuze auf
und verdecke mein Haar, aber nicht meine Augen.
Zeit wieder
mit einem Blick durch die Welt zu gehen. Mit erhobenen Haupt. Mit einem heilen
Herzen. Und dem alten Strahlen.
Lea
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